Machen Frauen bessere Weine?

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Die Weinwelt war in der Vergangenheit fest in Männerhand, zumindest im Hinblick auf das, was von außen sichtbar war. Heute hat sich das stark verändert.

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Frauen sind als Winzerinnen präsent. Aber machen sie wirklich so andere Weine, wie ihnen oft attestiert wird? Leicht und lieblich? Wir finden nein. Das sind nur Klischees. Und auch die Antworten, die wir von Weinbäuerinnen bekommen haben, sind eindeutig. Christina Netzl aus dem Carnuntum, eines der Role-Models der jungen Winzergeneration meint: „Ich denke Frauen machen keine anderen oder besseren Weine. Vielleicht lassen wir uns einfach intuitiver auf die Sache ein, als Männer. Der Qualitätslevel ist gleich“. Im Carnuntum gibt es seit ein paar Jahren eine sehr aktive Gemeinschaft unter den weiblichen Produzentinnen, die den Betrieb der Eltern übernommen haben oder dabei sind langsam hineinzuwachsen.

„Unser Zusammenhalt hat eine tolle Dynamik. Wein ist eine spannende Sache und unser Netzwerk hilft mit, dass sich mehr junge Frauen für den anstrengenden, aber wunderbaren Beruf entscheiden“, sagt Netzl.

Winzerinnen Johanna Markowitsch, Christina Netzl & Dorli Muhr (c) Anna Stoecher

Winzerin Birgit Eichinger aus Strass im Kamptal ist schon lange Jahre sehr erfolgreich. Heute bildet sie mit Tochter Gloria ein Dream-Team. Auch Eichinger ist überzeugt, dass es keine Unterschiede zu Weinen aus Männerhand gibt. Frauen würden eher aus dem Bauch heraus agieren und sich weniger auf die Technik verlassen. Aber anderen oder besseren Wein, nein. Ihre Tochter Gloria sagt: „Um ein gut zu sein, spielt das Geschlecht keine Rolle. Was ich jedoch schon glaube, dass Frauen vielleicht oft etwas feinfühliger an Sachen ran gehen als Männer.“ Übrigens: Birgit Eichinger ist Gründungsmitglied der Gruppe „11 Frauen und ihre Weine“, die seit über 20 Jahren das Herzstück der heimischen, weiblichen Weinszene bildet und für viele junge Winzerinnen zum Vorbild wurde. Mit ihren Kolleginnen, wie Ilse Maier vom Geyerhof, Michaela Ehn und Petra Unger – alle drei auch Mitglieder bei den Traditionsweingütern – setzen sie sich dafür ein, dass das Bild der Frau als Winzerin keine Ausnahmeerscheinung ist.

Ihr Leitsatz mit einem Augenzwinkern: Frauen machen Weine, die viele Männer gerne machen würden. Eine gute Gelegenheit, das selbst herauszufinden ist die Tour de Vin anfangs September. 

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Birgit & Gloria Eichinger (c) Herbst

Die Eckdaten der Erste Lagen-Tour de Vin:

  • Termin: 4. und 5. September 2021, jeweils von 10 bis 18 Uhr.
  • Die Erste Lagen-Tour de Vin findet bei allen 68 Traditionsweingütern in den Weinbaugebieten Kamptal, Kremstal, Traisental, Wagram, Wien und Carnuntum statt.
  • Eintritt: Der Tour de Vin-Button um € 25,- berechtigt zur Verkostung an beiden Tagen und ist in jedem Weingut erhältlich.
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Entdeckungen auf der Tour de Vin:

Am 4. und 5. September können Weinliebhaber die spannendsten Weine in den führenden Weingütern vom Traisental bis nach Carnuntum degustieren. Die 68 Österreichischen Traditionsweingüter öffnen ihre Tore und laden zur „Erste Lagen-Tour de Vin“. Üblicherweise findet die Tour de Vin (schon seit 1995) am ersten Maiwochenende statt. Im Vorjahr wurde aus Lockdown-Gründen erstmals auf den Septembertermin verschoben und 2021 ebenso. Das hat für die Besucher den Vorteil, dass auch bereits die Ersten Lagen-Weine verkostet werden können, die beim Mai-Termin noch unter Verschluss stehen.

 

Während der Tour de Vin wird aber nicht nur herausragender Wein geboten, sondern auch einiges Kulinarisches. Hier unsere Tipps:

  • Das 3-Hauben-Restaurant Josefs Himmelreich bietet im Weingut von Josef Fritz in Zaußenberg ein spannendes Take-Away
  • Im Schloss Gobelsburg gibt unter anderem es eine Olivenöl-Verkostung mit Andreas Löw
  • Andrea Gillinger serviert am Weingut von Fred Loimer Eingemachtes und Eingelegtes
  • Beim Weingut Sepp Moser gibt es Bio-Burger vom Wagyu-Beef und Falafel mit hausgemachten Pommes
  • Für alle Besucher der Göttlesbrunner Weingüter: Adi Bittermann macht eine legendäre Grillstation

Text: Petra Bader

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