Die Eltern sagen sich an, um 13 Uhr, mit der Bahn. Nein, nein, sie würden ein Sandwich im Zug essen. Ich, ganz treusorgende Tochter, bestehe natürlich darauf, sie mit einem Mittagessen zu empfangen. Nachdem ich vor lauter Guttochtertum glückstrunken auflegte, verharrte mein Blick plötzlich am Kalender. Termine durchgehend von 9.00 bis 12.30 Uhr. Wann soll ich hier bitte das Mittagessen produzieren, das ich ihnen gerade großkotzig aufgezwungen hatte? Die Lösung lag im Gulasch – ich hatte wieder einmal Lust auf Thai und brachte diese Umamibombe zur Welt.
Thai-Gulasch
Zutaten für
- 1 kg mageres Meisl (in Würfel geschnitten, ca. 2 cm groß)
- 3 EL Pflanzenöl
- 1 EL Tomatenmark
- 4 EL kräftige Sojasauce
- 300 g Schalotten-Zwiebeln (im Ganzen)
- 1 EL Ingwer (gehackt)
- 2 Stängel Zitronengras
- 2 Zehe Knoblauch
- 100 ml Rinderfond
- 1 Stk große rote Chilischote
- Nach Bedarf frischer Koriander
- Nach Bedarf Sesam
Zubereitung
Schalotten schälen (ganz lassen). Vom Zitronengras die holzigen Teile ablösen, das unterste Drittel abschneiden, mit dem Messerrücken kurz pressen. Knoblauch schälen, hacken.
Einen großen Schmortopf erhitzen, Öl eingießen, Fleisch rundum anbraten. Tomatenmark zugeben, kurz mitrösten, mit Sojasauce ablöschen. Zwiebeln, Ingwer, Zitronengras und Knoblauch zugeben, mit Rinderfond aufgießen und zugedeckt 2 Std. schmoren lassen.
Zitronengras entfernen, abschmecken. Mit gehackter Chilischote, Sesam und frischem Koriander zu Reis oder dicken Eiernudeln servieren.
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