Genuss am Fluss: Top 10 Restaurants an der Donau

Von der Wachau über Wien bis nach Carnuntum – diese zehn Genuss-Hotspots sind einen Ausflug ans Wasser wert.
Unsere Genuss-Tour startet in der Wachau
In einem seiner wohl berühmtesten Stücke hat Walzerkönig Johann Strauss der „schönen blauen Donau“ ein musikalisches Denkmal gesetzt. Seit jeher gilt der zweitgrößte und zweitlängste Fluss Europas als inspirierende Lebensader im kulturellen und wirtschaftlichen Sinne – und auch im kulinarischen.

Auf ihrem Weg durch Österreich legt die Donau von der deutschen bis an die slowakische Grenze rund 350 Kilometer zurück und fließt vorbei an vielfältigen Naturräumen, historischen Denkmälern und wichtigen Städten. Mit der Wachau erstreckt sich wohl auch eine der schönsten Landschaften und zugleich wichtigsten Weinbaugebiete an den Ufern der Donau, was nicht zuletzt die UNESCO mit der Ernennung zur Welterbe-Region im Jahr 2000 anerkannte. Und genau hier starten wir unsere Genuss-Tour: Flussabwärts haben wir zehn Tipps zusammengestellt, die auf jeden Fall einen Ausflug wert sind. Ganz egal ob Sie mit dem Rad, öffentlich oder mit dem Auto anreisen – hier sollten Sie demnächst einkehren.

Hofmeisterei Hirtzberger

Das historische Ambiente des Jahrhunderte alten Lesehofs in Wösendorf bespielen Maitre Hartmuth Rameder und Küchenchef Erwin Windhaber seit der Eröffnung im Jahr 2014 mit gehobener Regionalküche. Diese kann á la Carte bzw. in Form von mehrgängigen Menüs genossen werden, aber auch Klassiker wie Wiener Schnitzel oder Buchteln findet man auf der Karte. Das Kellerbuch mit über 2000 Positionen – mit dabei selbstverständlich ein Best of vom Weingut Franz Hirtzberger sowie der Weinhofmeisterei Mathias Hirtzberger – bringt Weinliebhaber ins Schwärmen. Aber nicht nur die Weinauswahl begeistert, angeblich gibt es hier auch den besten Eierlikör der Welt. Und Outdoor-Fans können sich in den Sommermonaten einen Picknick-Rucksack befüllen lassen und die Wachau in allen Facetten an einem schönen Platzerl in den umliegenden Wienbergen genießen. | Wösendorf 74, 3610 Weißenkirchen in der Wachau

Alter Klosterkeller

Wer Wachau sagt, muss auch Heuriger sagen. Eines der schönsten Heurigenrestaurants findet man in Dürnstein, wo man sich direkt am Weingarten mit Donaublick ein lauschiges Plätzchen sucht. Gastgeber Jörg Grasl und sein Team servieren klassische Schmankerl, teils mit Twist wie den asiatisch inspirierten Klosterkeller Rindfleischsalat Asia Style oder das Pulled Pork auf Krustenbrot. Bei Schönwetter gibt es samstags und sonntags ein Sommer-BBQ. Ins Glas kommen hier die Weine des Weinguts Tegernseerhof, für die Winzer Martin Mittelbach einige der besten Lagen der Wachau bewirtschaftet. | Anzuggasse 237, 3601 Dürnstein

Wachauerstube

Ein Besuch im Restaurant des erfahrenen Gastronomen Gerald Diemt zählt zum Pflichtprogramm, wenn man in der Wachau unterwegs ist. Das urige Ambiente des alten Dorfwirtshauses wurde bei der Übernahme vor bald zehn Jahren behutsam in die Gegenwart geholt. Wohlfühlen kann man sich hier nicht nur aufgrund des gemütlichen Interieurs und des charmanten Gastgebers, auch die Küche nimmt den Gast im besten kulinarischen Sinne „in den Arm“. Neben der kleinen Saison-Karte sind es vor allem die Klassiker wie Beef Tatar, Backerbsensuppe – Ja! Backerbsen! – Paprikahendl und Palatschinken, die hier besonders gut schmecken. Freitags, samstags und sonntags ergänzt je ein Spezialgericht die Karte und regelmäßig gibt es Kulinarik-Events mit ausgewählten Partnern. Die Weinkarte hat Diemt mit dem Besten der Vinea Wachau bestückt, aber auch all jene, die ihren Weinhorizont etwas weiter fassen, werden hier nicht enttäuscht. | Unterloiben 24, 3601 Dürnstein

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Landhaus Bacher

Vor Krems am rechten Ufer findet man mit dem Landhaus Bacher wohl eine der besten Adressen entlang der Donau bzw. in ganz Österreich. Lisl Wagner-Bacher begründete als Doyenne der österreichischen Spitzenküche den weit über die Landesgrenzen hinaus reichenden Ruf des mit vier Hauben ausgezeichneten Betriebs. Das kulinarische Zepter hat mittlerweile Schwiegersohn Thomas Dorfer inne, der 2009 von Gault Millau zum Koch des Jahres gekürt wurde. Seine Leidenschaft für die große Klassik setzt er in seiner modernen österreichischen Küche virtuos um, stets darauf bedacht, den Gästen ganz besondere Geschmackserlebnisse als harmonisches Spiel aus Aromen, Texturen und handverlesenen Zutaten zu bereiten. Sein Signature Dish, der Raviolo mit Tafelspitz, ist im Landhaus Bacher ebenso ein Must Try wie Lisl Wagner-Bachers legendäres Kaviar-Ei. Mindestens ebenso legendär sind das Service unter Maitre Johanna Stiefelbauer und die Weinkarte. Für letztere zeichnet Hausherr Klaus Wagner gemeinsam mit seine Tochter Susanne Dorfer-Bacher und Sommeliere Katharina Gnigler verantwortlich. Unter dem Motto „Von allem das Beste, aber nicht das Teuerste“ wird ein Ausflug in die Weinwelt geboten – mit exklusiven Raritäten ebenso wie mit Newcomern aus der Wachau. | Südtiroler Platz 2, 3512 Mautern an der Donau

Süddeck

Sommerurlaub am Mittelmeer gefällig? Dann ab nach Tulln, wo das Gastronomen-Duo Florian Schagerl und Markus Artner im Mitte 2022 ein neues Restaurant samt Terrasse direkt an der Donaupromenade eröffnet haben. Das Süddeck erinnert an einen chilligen Beach-Club und wurde von Gault Millau mit dem Ambiente Award 2023 prämiert. Sehen lassen können sich aber hier nicht nur die Sonnenuntergänge, auch Küche und Keller wissen zu überzeugen. Bei ersterer bleibt man dem mediterranen Raum verpflichtet: Küchenchef Lukas Zach kredenzt italienische Antipasti, Focaccia, Pasta, spanische Gambas Pil-Pil oder auch frischen Fisch aus dem Mittelmeer, Gutes vom Grill und israelisch inspirierte Gerichte. Auch das süße Finale versetzt uns ans Mittelmeer, etwa mit Tarte au Citron und angestoßen wird mit Aperitivi oder Weinen vom Weingut Artner aus Carnuntum. Early Birds werden im Süddeck mit einer eigenen Frühstückskarte belohnt. | Donaulände 3, 3430 Tulln an der Donau 

 
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Gastwirtschaft Floh & Donaugartl

Direkt beim Stromkilometer 1959 liegt das Restaurant von Josef Floh samt eigener Anlegestelle für private Sportboote, für Gäste, die per Wassertaxi anreisen möchten. Von dort sind es nur wenige Meter bis zur sommerlichen Außenstelle des vielfach prämierten Lokals, dem Donaugartl, und nur ein paar Schritte mehr bis ins Gasthaus, dem auch eine eigene Greißlerei angeschlossen ist. Josef Floh verfolgt einen kompromisslosen Nachhaltigkeitsgedanken und vertritt die Radius-66-Philosophie. Die Bio-Zutaten stammen demnach beinahe ausschließlich aus einem Umkreis von maximal 66 Kilometern. So wird beim Floh beispielsweise ein „simples“ Fisch-Sandwich als gefülltes Erdäpfel-Brot von Joseph mit Saiblingsleber-Pastete, mariniertem Saibling, Frühlingskräuter-Salat und eingelegtem Apfel-Paprika zum regionalen Hochgenuss. Immer wieder für Überraschungen gut und nicht minder legendär wie Flohs Küche ist die Weinkarte. Und in der warmen Jahreszeit genießt man im Donaugartl von Donnerstag bis Montag Sommerküche mit Pfiff. Wer seine Speisen verfeinern möchte, kann mit der Gartenschere in der Hand im Kräutergarten aus dem Vollen schöpfen. | Tullnerstraße 1, 3425 Langenlebarn

Die Fischerin

„Donau statt Mekong“ lautet die Devise, wenn das Team des Wiener Restaurants „Es gibt Reis“ (1080) das geschichtsträchtige Terrassen-Lokal im Strombad Kritzendorf ganz nach dem Vorbild südostasiatischer Straßenküchen bespielt. Auf der Karte stehen exotische Gerichte mit gewissem Lokalkolorit, das sich in erster Linie bei den Zutaten findet. So wird der Papayasalat hier mit Kohlrabi zubereitet und für das Fried Fish Curry wird knusprige Forelle verwendet. Am besten trifft man sich hier mit Freunden – ein gemeinsamer Radausflug aus dem nahen Wien bietet sich bestens an, es gibt aber auch einen Boots-Shuttle-Service vom Schwedenplatz oder der U1 Station Donauinsel – und kostet sich gemeinsam quer durch die Karte. Neben einer kleinen Weinkarte gibt’s Prosecco vom Fass sowie ausgefallene Asia-Drinks wie den Lime Leaf Gin & Tonic mit selbst angesetztem Limettenblatt-Gin. | Strombad, Donaulände 15, 3420 Kritzendorf

NENI am Wasser

In Wien angekommen, verlassen wir die Donau-Ufer und machen einen kurzen Abstecher in die City – an den hippen Donaukanal, der sich in den vergangenen Jahren zu einer kleinen Genussmeile etabliert hat. Eines der ersten Lokale hat dort Haya Molcho mit ihrem NENI-Konzept eröffnet, das sie 2022 einer Neu-Ausrichtung unterzog. Nun hat das NENI am Wasser nicht mehr nur im Sommer geöffnet, sondern das ganze Jahr über. NENI steht für gemeinsamen Genuss und Lebensfreude, für levantinisch inspirierte Feuerküche. Dementsprechend sind die Speisen des Balagan Menüs zum Teilen in der Gruppe gedacht. Neben den obligatorischen Mezze wie Hummus & Co. kann man nach Gusto zwischen verschiedenen Gerichten wie gedämpften Rotbarsch, gegrilltem Oktopus oder auch Wagyu Kebap wählen – nicht fehlen dürfen verschiedenste Gemüse, aromatische Kräuter und jede Menge Gewürze. Dazu ein Sundowner und der Sommerabend ist perfekt! | Obere Donaustraße 65, 1020 Wien

 
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Landtmanns Bootshaus

Während die Donau recht geradlinig an Wien vorbeifließt, geht es an der Alten Donau, einem Seitenarm ohne direkte Verbindung zum Hauptstrom, gemächlicher zu. Im beliebten Naherholungsgebiet gibt es zahlreiche Möglichkeiten für eine kulinarische Auszeit, besonders gut gefällt es uns im Bootshaus der Gastronomen-Familie Querfeld. Am Steg kann man hier schon mit einem Frühstück am Wasser in den Tag starten. Wer den Abend ausklingen lassen möchte hat die Wahl zwischen international inspirierten Gerichten, vorwiegend mit Fisch und Meeresfrüchten. Mediterrane Antipasti und Pasta finden sich ebenso auf der Karte wie frittierte Ährenfische, Dorsch im Bananenblatt à la Karibik oder Paella. Ergänzt wird das Angebot durch „Fleischiges“ vom Grill und das süße Finale bestreitet die bewährte Landtmann Patisserie. Neben verschiedenen Aperitivi kommen auch die eigenen Bio-Hausweine in Rot und Weiß ins Glas, die in Kooperation mit dem Weingut Urbanihof aus Fels am Wagram gemacht werden. | An der unteren Alten Donau 61, 1220 Wien

Haslauerhof

Der mit drei Gault-Millau-Hauben prämierte Landgasthof sitzt wie ein Adlerhorst am Nationalpark Donau Auen 
und bietet einen herrlichen Panoramablick bis ins Marchfeld. Die Terrassenplätze sind begehrt, daher wird eine rechtzeitige Reservierung empfohlen. Wer einen Tisch ergattert hat, darf sich dann vom Team rund um Gastgeber und Küchenchef Roland Lukesch verwöhnen lassen. Wie kreativ regionale Küche inszeniert werden kann, zeigt er mit saisonalen Gerichten wie dem Beuscherl vom Carnuntiner Reh mit Bärlauchgnocchi. Mit dem Marchfeld vor der Haustüre ist der Spargel stets ein saisonaler Star, daneben gibt es auch Wirtshausklassiker und von Juni bis August steht der Haslauerhof ganz im Zeichen des Steak-Genusses. | Hauptstraße 17, 2402 Haslau an der Donau

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