Lilly: Mami, ich will etwas backen, und zwar alleine.
Ich (zweifelnd): Lilly, wir wissen, wo das endet… Die Küche ein Schlachtfeld und der Backofen leer.
Lilly: Das ist urgemein! Es ist immer etwas im Ofen!
Ich: Ja, so wie letztes Mal, als es dir plötzlich mehr um Kunst ging, als dass es auch essbar ist. Ich gebe zu, die Teigskulptur war beeindruckend, aber Salz und Ketchup im Kuchenteig sind verzichtbar, das wissen wir jetzt.
Lilly: Das stimmt nicht! Ich habe davon gegessen.
Ich: Ein Pseudohäppchen.
Lilly: Na gut, ich gebe zu, das war kein Erfolgsrezept. Ein Kompromiss: Du gibst mir das Rezept und ich backe alleine und ganz ohne Experimente?
Ich: Gut, hier ist mein bester und einfachster Kuchen. Ein Becherkuchen.
Lilly: Wie? Der wird im Becher gebacken?
Ich: Nein, du brauchst nur einen Sauerrahm, den Rahm verwendest du, wascht den Becher aus und verwendest ihn als Maß…
Lilly: Genug der Details, Mami, ich schaffe das alleine.
Diesmal war ich überzeugt, dass es wirklich so ist und wir etwas Essbares aus dem Ofen holen. Ein Kuchen, der absolut immer und jedem gelingt.


